Reconciliation Hearings – Aussöhnung auf Südafrikanisch!
Dies war 1994 nicht nur ein geschickter Schachzug Nelson Mandelas, sondern unbedingte Notwendigkeit damit Südafrika nicht im Blut und Chaos versinkt. Die Geschichte war nie gerecht, immer gab es Peiniger und Gepeinigte. Und obwohl Mandela mehr als 30 Jahre hinter Gittern ein Hauptleidender war, rief er zu Aussöhnung zwischen Weiß und Schwarz auf. Im ganzen Land standen sich in über 20.000 Fällen Opfer und Täter in öffentlichen Anhörungen gegenüber. Die Täter, meistens weiß, männlich, im Dienste der früheren Polizei, Armee, bzw. diverser Sicherheitsdienste, mussten sich vor ihren früheren direkten Opfern und der Öffentlichkeit zu Ihren Verbrechen bekennen. Die Hearing-Commission versuchte dann herauszufinden, dass die Täter allein aus politischen Motiven und laut Befehlen gehandelt haben. Nur so konnten Sie eine Amnestie erhalten und letztendlich in Ihrer Heimat weiterhin friedvoll leben. In der Xhosa bzw. Zulu Sprache gibt es dafür ein Wort „ubuntu“.



Erschreckend war leider das Ergebbis der einer Zeitungsumfrage. Nach dem die Wahrheits- und Versoehnungskommission ihre Arbeit abgeschlossen hatte, hatten 90% der weissen Menschen das Gefuehl, am Zusammenleben der verschiedenen Kulturen werde sich nichts aendern. Ermutigend die Einschaetzung der schwarzen Bevoelkerung: 80% gingen von besseren Verstaendnis und Zusammenleben im neuen Suedafrika aus.
Kommentar von Frauke — 3. Oktober 2007 @ 10:55
ubuntu - ein treffender Name für eine Linux-Distro
Die Indianer sagten mal “Immer wenn du etwas von der Erde nimmst, mußt du auch etwas zurückgeben.” Der Mensch und die Koexistenz untereinander. Ein Hohn - der Mensch ist das grausamste Tier!
Der Mensch sprach zu den Steinen “Seid menschlicher” - die Steine aber antworteten “Wir sind nicht hart genug dafür”…
Kommentar von René — 6. Oktober 2007 @ 1:04