Ganz einfach, aus Mozambique und hat sich langsam westwärts über ganz Südafrika ausgebreitet. Die Portugiesen, die kein Interesse am Kap der Winde bzw. Guten Hoffnung hatten, segelten weiter und ließen sich in der Nähe des heutigen Maputo erstmals nieder. Von hier aus brachten sie das scharfe und wohlschmeckende Gewürz der Afrikanischen Bird’s Eye über Madeira nach Portugal mit. Seitdem meint jeder es wachse in Portugal und ist so was wie scharfer Paprika oder Chili.
Die Botaniker diskutieren noch ob die Capsicum frutescens wirklich als eigenständige Art angesehen werden kann. Jedenfalls schmeckt die milde Piri-Piri-Sauce am Besten zu gegrillten Hühnchen. Die kleinen Schoten selbst sollte man vor dem mahlen kürz in der Pfanne rösten. Und wenn der Wirkstoff Capsaicin zu scharf wird … Milch trinken und abwarten!!!
Dies war 1994 nicht nur ein geschickter Schachzug Nelson Mandelas, sondern unbedingte Notwendigkeit damit Südafrika nicht im Blut und Chaos versinkt. Die Geschichte war nie gerecht, immer gab es Peiniger und Gepeinigte. Und obwohl Mandela mehr als 30 Jahre hinter Gittern ein Hauptleidender war, rief er zu Aussöhnung zwischen Weiß und Schwarz auf. Im ganzen Land standen sich in über 20.000 Fällen Opfer und Täter in öffentlichen Anhörungen gegenüber. Die Täter, meistens weiß, männlich, im Dienste der früheren Polizei, Armee, bzw. diverser Sicherheitsdienste, mussten sich vor ihren früheren direkten Opfern und der Öffentlichkeit zu Ihren Verbrechen bekennen. Die Hearing-Commission versuchte dann herauszufinden, dass die Täter allein aus politischen Motiven und laut Befehlen gehandelt haben. Nur so konnten Sie eine Amnestie erhalten und letztendlich in Ihrer Heimat weiterhin friedvoll leben. In der Xhosa bzw. Zulu Sprache gibt es dafür ein Wort „ubuntu“.